Internationales Recht,Strafrecht,Steuerstrafrecht  - Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Vogel
Home Regionen Aktuelles Fachbegriffe Mitgliedschaften Kontakt Anfahrt Impressum

  Übersicht | A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Z _

  Idealkonkurrenz
  Identitätsirrtum
  im Stich lassen § 221 StGB
  Im Zweifel für den Angeklagten / In dubio pro reo
  Inadäquanz
  Inbrandsetzen
  Indirekte Sterbehilfe
  Ingebrauchnehmen § 248 b StGB
  Ingerenz
  Inhaftierung
  Inlandsbeschränkung
  Insolvenzstraftaten
  Insolvenzverfahren Unternehmereigenschaft
  Interessenwahrnehmung gegenüber der Steuerfahndung
  Internationaler Terrorismus
  Internationales Privatrecht
  Internationales Recht
  Internationales Recht
  Internationales Steuerrecht
  Internationales Steuerstrafrecht
  Internationales Strafrecht
  International angehauchte Sachverhalte
  Inverkehrbringen § 146 ff StGB
  Investigation
  in dubio pro reo
  Irrtum
  Isolierte Beweismittelfunktion § 164 StGB
  Iterative Tatbestandsverwirklichung
  IT-Compliance

Im Zweifel für den Angeklagten / In dubio pro reo

Bedeutet im deutschen " im Zweifel für den Angeklagten". Dieser Grundsatz ist im Strafrecht verankert. Er besagt, dass im Zweifel für den Angeklagten entschieden werden muss, wenn sich eine Tatsache nicht restlos aufklären lässt. Demnach muss die Schuld zweifelsfrei bewiesen sein, damit ein Angeklagter verurteilt werden darf. Ist ein Richter nicht von der Schuld des Angeklagten voll überzeugt, ist eine Verurteilung ausgeschlossen. Interessanterweise ist dieser Grundsatz nicht im Strafgesetzbuch oder in der Strafprozessordnung normiert. Man leitet ihn aus dem Rechtsstaatsprinzip ab. Dieser Grundsatz gilt im materiellen Strafrecht uneingeschränkt. Er gilt auch für die Frage, ob auf den Angeklagten Jugendstrafrecht anzuwenden ist. "In dubio pro reo" findet keine Anwendung auf rein prozessuale Fragen, wie etwa das Bestehen der Verhandlungsfähigkeit, das Recht zur Zeugnisverweigerung oder das Vorliegen eines Beweisverbots.